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RGB, CMYK, HKS, Pantone und RAL?

Warum Farbe nicht gleich Farbe ist
Es gibt unterschiedliche Arten und Wege, Farben zu erzeugen. Die zwei wichtigsten sind RGB für die digitale Darstellung auf Bildschirmen, Displays und CMYK für den Druck.
RGB

Die Abkürzung RGB steht für Rot, Grün und Blau. Mit diesen drei Grundfarben lassen sich so ziemlich alle Farben, die sogenannten Lichtfarben darstellen. Diese werden dazu in einem bestimmten Verhältnis gemischt. So sind run 16 Millionen verschiedene Farben möglich.

In der Praxis liegen auf dem Bildschirm jeweils blaue, rote und grüne Lichtpunkte dicht nebeneinander, für das menschliche Auge einzeln nicht erkennbar. Soll ein Pixel auf dem Bildschirm die Farbe weiß annehmen, leuchten zum Beispiel alle drei Farben gleichzeitig auf. Mit der richtigen Mischung lassen sich für jeden Pixel verschiedene Farben darstellen. 

CMYK

Die Abkürzung CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow und KEY (schwarz). CMYK wird im Gegensatz zu RGB im Druck verwendet. Auch hier kann jede Farbe unter Mischung der vier Farben erzeugt werden. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um Lichtfarben, sondern um Farbpigmente. Wird hier die Farbe zunehmend gemischt, wird diese dunkler. Anders als beim RGB-Farbmodell wird die Farbe Weiß in CMYK mit 0C/0M/0Y/0K gebildet. 

Cyan, Magenta und Yellow ergeben hier schwarz. Da dieses schwarz somit aber kein reines und brilliantes Schwarz ergibt, wurde das ehemals CMY-Farbmodell um die Farbe Schwarz erweitert. Hierdurch konnte man die Druckqualität erhöhen. Zudem kann so eine Überlagerung der drei Grundfarben verhindert werden. Genau aus diesem Grund findet man das CMYK-Farbmodell auch unter dem Begriff Vierfarbdruck. Neben diesen Standard-Farbmodellen findet man noch eine Vielzahl anderer Farbbezeichnungen…

PANTONE

Pantone wird als DAS Farbsystem überhaupt bekannt, weil die Farbgewährleistung absolut verlässlich ist und eine Farbqualität gewährleistet werden kann. Somit wurde es zum internationellen Kommunikationsstandard. Entwickelt wurde das Farbsystem 1963 von der Pantone LCC um eine universell anerkannte Farbsprache zu generieren. Die einzelnen Farben, auch Vollton- oder Sonderfarbe genannt, ermöglichen mittlerweile über 3.000 Farbtöne. Jede Einzelne besitzt ihre eigene Identifizierungsnummer. 

Wenn es sich um hundertprozentig übereinstimmende Farbgebung handel, wie zum Beispiel bei Kampagnen oder Bekleidungsstoffen werden oft Pantone Volltonfarben herangezogen. Auch wenn die Farbe als Markenzeichen eine wichtige Rolle im Corporate Design eines Unternehmens übernimmt, wird dieses Farbmodell verwendet. Das besondere an Pantone Farben ist, dass sie nicht aus CMYK gemischt werden kann sondern wirklich eine eigene Farbe ist, die auch das Produkt gedruckt wird.

RAL

steht ganz streng genommen für Reichs-Auschuss für Lieferbedingungen. Der Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen wurde am 23. April 1925 gegründet. Daraus ergaben sich sogenannte RAL-Farben. Normierte Farben, die besonders einer schnellen Kommunikation zwischen Kunden und Lieferanten dienen sollten. 

Für jede Farbe ist ein bestimmter vierstelliger Farbnummerncode reserviert, ähnlich der Pantone Farben. Dieses Farbmodell besteht aus 213 Farbtönen, u.a. auch aus dem Telekom-Magenta.

HKS

Das Farbmodell HKS steht für den HKS-Warenzeichenverband e. V. Wobei HKS selbst die Abkürzung der Grünungsmitglieder dieses Verbandes ist. HKS ist ein ähnliches System wie Pantone und RAL. 

Bei HKS-Farben spricht man auch oft vom HKS-Farbfächer, der vom HKS-Warenzeichenverband mit insgesamt 3.520 Volltonfarben und 88 Basisfarben ins Leben gerufen wurde.